Strom sparen durch niedrigere Stufe an der Heizung Umwälzpumpe

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Donnerstag, 17. Januar 2008

In unserem Einfamilienhaus verrichtet eine, mit einem Erdgas Brennwertgerät und zentraler Wasserversorgung ausgestattete Heizungsanlage, ihren Dienst. Die Heizkörper sind für eine niedrige Vorlauftemperatur ausgelegt. An den Heizkörpern sind Thermostatventile ohne Voreinstellung angebracht. Das Rohrnetz der Heizungsanlage in unserem Haus ist nicht hydraulisch abgeglichen.

Mit einem Energie-Messsystem habe ich den Stromverbrauch in unserem Haus und Haushalt, und auch speziell den Stromverbrauch der Heizung, gemessen. Ich habe festgestellt, dass unsere Heizung einer der großen Stromverbraucher in unserem Haushalt ist. Weiterhin habe ich festgestellt, dass die Heizung Umwälzpumpe wesentlich zum Energieverbrauch beiträgt.

In unserer Heizungsanlage verrichtet eine mehrstufige Heizungsumwälzpumpe ihren Dienst. Die Heizung Umwälzpumpe ist in dem kompakten Erdgas Brennwertgerät integriert, sie ist innerhalb der Kesselverkleidung, in der Rücklaufleitung, montiert. Die Heizung Umwälzpumpe hat eine manuelle, 4-stufige, Stufenschaltung. Damit kann die Drehzahl der Pumpe, ihre Leistungsaufnahme, Förderhöhe und Regelkennlinie in vier Stufen eingestellt werden. Informationen über die Drehzahl, den Strom und die Leistungsaufnahme der jeweiligen Stufe sind auf einem Typenschild an der Heizung Umwälzpumpe angebracht, diese Informationen sind auch in der Bedienungsanweisung für das Erdgas Brennwertgerät zu finden. In der nachfolgenden Tabelle habe ich die auf dem Typenschild angegebenen Angaben eingetragen.

Bisher war an der Heizung Umwälzpumpe die höchste Stufe, die Stufe-1, eingestellt. Mit dem Ziel den Energieverbrauch der Heizung zu reduzieren, wurde jetzt die niedrigste Stufe, die Stufe-4, eingestellt.


Drehzahl 1/min I in A P1 in Watt
Stufe 1 2.300 0,52 113
Stufe-2 1.900 0,43 93
Stufe-3 1.400 0,33 72
Stufe-4 1.000 0,25 54

Auf dem Typenschild der Umwälzpumpe angebrachte Informationen

Veränderungen an der Einstellungen der Heizung Umwälzpumpe nur durch Heizungsfachmann durchführen lassen

Achtung: Veränderungen, wie die hier beschriebenen Einstellung der Heizung Umwälzpumpe, sollten immer vom Heizungsfachmann durchgeführt werden. Wenn Veränderungen an der Heizungsanlage getätigt werden sollen, dann muss man die Heizungsanlage gut kennen und über die Auswirkungen der Veränderungen bescheid wissen. Bei solchen Einstellungen müssen die geltenden Vorschriften, Bedienungsanweisungen der verwendeten Komponenten und ggf. notwendige Sicherheitsvorkehrungen berücksichtigt werden.

Für unsere Heizungsanlage wurde vom Heizungsfachmann festgestellt, dass durch die Veränderung der Einstellung keine technischen Probleme an unserer Heizungsanlage zu erwarten sind. Allerdings kann es sein, dass es nicht mehr so schnell warm wird und die Aufheizung des Warmwassers kann länger dauern.

Geräuschprobleme an unserer Heizungsanlage

Mit unserer Heizung hatten wir auch immer mal Geräuschprobleme. Es war sehr oft ein Rauschen und Zischen, insbesondere an den Thermostatventilen, zu hören. Nach dem Einstellen der niedrigeren Stufe an der Heizung Umwälzpumpe sind die Geräuschprobleme nicht mehr aufgetaucht.


Das Verstellen der Stufe an der mehrstufigen Heizung Umwälzpumpe durchgeführt

Die mehrstufige Heizung Umwälzpumpe ist im Brennwertegerät integriert. Um an die Heizung Umwälzpumpe zu gelangen, musste vorne rechts am Brennwertgerät eine Klappe aufgeschraubt und abgenommen werden. Der Drehzahlschalter zum Einstellen der Drehzahlstufe befindet sich an der Außenseite der Pumpe. Durch entsprechendes Betätigen des Drehzahlschalters konnte die Stufe verstellt werden und es wurde die Stufe-4 eingestellt.

Geschätzte Stromersparnis durch das einstellen einer niedrigeren Stufe an der mehrstufigen Heizung Umwälzpumpe

Wenn die Heizung Umwälzpumpe auf Stufe-1 betrieben wird, dann benötigt sie bei einer angenommenen Betriebszeit von 5.000 Stunden pro Jahr schätzungsweise 113 W * 5.000 h/a = 565 kWh/a. Bei einem Strompreis von 19 Cent/kWh (inkl. gesetzl. MwSt.) ergeben sich daraus ca. 107,35 Euro im Jahr.

Wenn die Heizung Umwälzpumpe auf Stufe-4 betrieben wird, dann benötigt sie bei einer angenommenen Betriebszeit von 5.000 Stunden pro Jahr schätzungsweise 54 W * 5.000 h/a = 270 kWh/a. Bei einem Strompreis von 19 Cent/kWh (inkl. gesetzl. MwSt.) ergeben sich daraus ca. 51,30 Euro im Jahr.

Die mögliche Ersparnis zwischen dem Betrieb mit Stufe-1 und Stufe-4 liegt demnach bei ca. 56,- Euro im Jahr. 

Nach der Einstellung an der Heizung Umwälzpumpe die Heizungsanlage beobachten

Nach der Einstellung an der Heizung Umwälzpumpe wurde die Heizungsanlage ein paar Tage beobachtet. Es wurden keine negativen Veränderungen festgestellt. Das Haus wird immer noch schnell warm. Die verschiedenen Heizkörper werden annähernd gleich schnell warm. Das zuvor beobachtete Rauschen und Zischen an den Thermostatventilen tritt allerdings nicht mehr auf. Für die Geräusche könnte ein zu hoher Differenzdruck an den Thermostatventilen verantwortlich gewesen sein. Dieses Problem scheint durch die Einstellung der Heizung Umwälzpumpe beseitigt worden zu sein.

Fazit der Einstellung an der Heizung Umwälzpumpe

Die Leistung der niedrigsten Stufe der Heizungsumwälzpumpe scheint für unsere Heizungsanlage ausreichend zu sein. Durch die Änderung der Pumpenstufe von der höchsten Stufe-1 zur niedrigsten Stufe-4, an der einstellbaren Heizung Umwälzpumpe, lässt sich, bei einem Strompreis von 0,19 Euro (inkl. gesetzl. MwSt.) pro kWh, ca. 51,30 Euro im Jahr einsparen.

Eine weitere Reduzierung des Stromverbrauchs ließe sich ggf. durch den Einbau einer neuen Heizung Umwälzpumpe erreichen. Auf dem Markt sind dazu z.B. elektronische Umwälzpumpen und Hocheffizienzpumpen verfügbar. Wir überlegen, ob wir demnächst eine Prüfung der technischen Möglichkeit des Einbaus einer solchen Pumpe in unsere Heizanlage prüfen lassen wollen. Bei der Gelegenheit würden wir dann auch die Frage klären lassen, ob ein hydraulischer Abgleich unseres Heizungsanlage sinnvoll und möglich ist und welche Kosten dadurch entstehen würden. Was ich bisher in Erfahrung gebracht habe ist, dass eine Grundvoraussetzung für den hydraulischen Abgleich die Nachrüstung von voreinstellbaren Ventilen an den Heizkörpern ist. 
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