Opferanode im Warmwasserspeicher überprüfen und ggf. austauschen

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Sonntag, 03. Februar 2008

Die Opferanode, Magnesium-Schutzanode, in unserem 200 Liter Warmwasserspeicher wurde im Januar 2008 überprüft. Diese Überprüfung wurde auch in der Vergangenheit bereits mehrfach, entsprechend den vom Hersteller des Warmwasserspeichers empfohlenen Zeitabständen, durchgeführt. Für die Überprüfung wurde ein Teil des Wassers aus dem Warmwasserspeicher abgelassen und dann die Opferanode aus dem Warmwasserspeicher ausgebaut. Nach dem Ausbau erfolgte eine optische Kontrolle der Opferanode. Diese war nur zu einem kleinen Teil verbraucht und wurde deshalb wieder in den Warmwasserspeicher eingebaut.

Achtung: Die regelmäßige, gründliche und fachkundliche Wartung und Reinigung des Warmwasserspeichers sollte immer von einem Fachmann mit der richtigen Technik und Hygiene durchgeführt werden. Der Fachmann kann sicherlich vor Ort am besten entscheiden wann und wie oft der Warmwasserspeicher gewartet und gereinigt werden muss.  Dieser Artikel beschreibt die Vorgehensweise bei der Überprüfung der Opferanode in unserem Warmwasserspeicher. Die Beschreibung ist nicht unbedingt vollständig und auch nicht allgemeingültig. Die Beschreibung ist auch nicht als Anleitung für die Überprüfung oder den Austausch einer Opferanode in einem Warmwasserspeicher zu verstehen!


Informationen im Zusammenhang mit der Opferanode

Die zurzeit in unserem Warmwasserspeicher eingebaute Opferanode ist bereits seit der Installation des Warmwasserspeichers, die im Jahr 1994 erfolgte, eingebaut. Das Rohrleitungssystem für die Wasserverteilung (Warmwasserverteilung und Kaltwasserverteilung) in unserem Haus besteht vorwiegend aus fusiotherm® Kunststoffrohr.

Bis zum Sommer 2005 gab es in unserem Dorf keine zentrale Wasserversorgung. Wir haben bis dahin unser Wasser aus einer eigenen Wasserversorgungsanlage mit eigenem Brunnen bezogen. Im Rahmen von Trinkwasseruntersuchungen wurde unter anderem auch die Wasserhärte (Gesamthärte), des aus diesem Brunnen bezogenen Wassers, mit Werten von ca. 4,4° dH bis 6,8° dH (Grad deutsche Härte) bestimmt. Diese Werte entsprechen der Härtestufe 1.

Seit dem Sommer 2006 sind wir an einer zentralen Wasserversorgung angeschlossen. Im Rahmen einer Wasseruntersuchung, die wir im August 2006 in Auftrag gegeben haben, wurde unter anderem auch die Wasserhärte (Gesamthärte) dieses Wassers bestimmt. Als Entnahmestelle wurde der Wasserhahn unserer Spüle in der Küche verwendet. Die Wasserhärte wurde mit 9,22° dH (Grad deutsche Härte) bestimmt. Das entspricht der Härtestufe 2. Der Härtebereich 2 wird auch von unserem Wasserversorger, der uns über die zentrale Wasserversorgung mit Wasser versorgt, als Wasserhärte angegeben.

Benötigtes Werkzeug

Für den Ausbau und den Einbau, der in unserem Warmwasserspeicher eingebauten Opferanode, wurde eine 41er Stecknuss benötigt. Die verwendete 41er Stecknuss war für eine ¾" Knarre gedacht. Da nur eine 1/2" Knarre zur Verfügung stand, wurde ein Adapter von ½" auf ¾" verwendet.



Ausbau der Opferanode aus dem Warmwasserspeicher

Achtung: Der Warmwasserspeicher enthielt auf 60 Grad erwärmtes Wasser, hier bestand Verbrühungsgefahr!

Zunächst wurde die Heizungsanlage abgeschaltet. Sie wurde vollständig vom Stromnetz getrennt. Im Rahmen des Ausbaus der Opferanode wurde das Absperrventil der Kaltwasserzuleitung zum Warmwasserspeicher geschlossen. Es wurde jetzt ein Warmwasserhahn geöffnet, um den Wasserdruck im Warmwasserspeicher und im Leitungsnetz abfallen zu lassen. Dann wurde soviel Wasser aus dem Warmwasserspeicher abgelassen, dass beim herausschrauben der Opferanode kein Wasser mehr austreten konnte. Das Wasser konnte an einem für diesen Zweck vorgesehenen Wasserhahn, der an geeigneter Stelle der Kaltwasserleitung montiert war, abgelassen werden. Dazu wurde ein geeigneter kurzer Schlauch von diesem Wasserhahn zu einem sich in unmittelbarer Nähe befindlichen Abflusstrichter gelegt. Damit das Wasser abfließen konnte, musste der Warmwasserspeicher belüftet werden. Es wurde soviel Wasser abgelassen, dass der Wasserstand bis unterhalb des Einbauortes der Opferanode absank.

Die Opferanode wurde mit einer ½" Knarre, die über einen Adapter von ¾" auf ½" mit einer 41er Stecknuss bestückt war, gelöst, herausgeschraubt und aus dem Warmwasserspeicher genommen. 

Überprüfung der Opferanode

Die Opferanode wurde durch Sichtprüfung auf Abtragung kontrolliert. Ihr Zustand wurde als für die weitere Verwendung geeignet befunden. Sie war zu ca. 10 % bis 15 % verbraucht. Ein Austausch war zu diesem Zeitpunkt nicht erforderlich. Sie sollte weiterverwendet werden.

Einbau der Opferanode in den Warmwasserspeicher

Die Opferanode wurde wasserdicht eingeschraubt. Dazu wurde das Gewinde der Opferanode mit einem geeigneten Dichtungsband versehen und die Opferanode wurde in ihre Position eingeschraubt und mit Gefühl fest eingedreht. Das Absperrventil der Kaltwasserzuleitung wurde wieder geöffnet. Nach einiger Zeit kam wieder Wasser aus dem noch geöffneten Warmwasserhahn. Dies wurde eine zeitlang laufen gelassen. Somit war der Warmwasserspeicher wieder mit Wasser gefüllt. 

Abschließende Arbeiten

Das gesamte System und insbesondere die Einschraubstelle der Opferanode wurden auf Wasserdichtheit geprüft. Die Heizungsanlage wurde wieder in Betrieb genommen und auf einwandfreie Funktion hin überprüft.
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Die aus dem Warmwasserspeicher ausgebaute Opferanode



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