Ölwechsel selber machen

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Ölwechsel selber machen

Mittwoch, 21. Juli 2010

Bei unserem Auto, einem Opel Meriva (Erstzulassung 2003, 1598 cm³ Hubraum, Leistung 64 KW, Motor Z16SE, 8 Ventile), habe ich, im Juli 2010, einen Ölwechsel durchgeführt. Den Ölwechsel habe ich auf unserem Privatgrundstück selber gemacht. Beim Ölwechsel habe ich ein Leichtlauföl-Motorenöl 10W-40 verwendet.

Achtung: Beim Ölwechsel selber machen ist große Sorgfalt beim Umgang mit dem Öl geboten! Es sind die jeweiligen am Ort geltenden Vorschriften und Gesetze einzuhalten. Am Einfachsten ist der Ölwechsel sicherlich in einer Fachwerkstatt.

In diesem Artikel beschreibe ich, wie ich beim Ölwechsel selber machen an unserem Auto vorgegangen bin. Für die Durchführung der entsprechenden Tätigkeiten sind umfangreiche Kenntnisse in den entsprechenden Bereichen und eine entsprechende Ausbildung und Erfahrung notwendig. Meine Beschreibung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und keine Allgemeingültigkeit. Meine Beschreibung ist keine Anleitung zum Ölwechsel! Sie stellt keine Empfehlung und keine Beratung da.

Rechtlicher Hinweis: In diesem Artikel erwähnte Marken, Produkt- und Firmennamen können Marken oder Handelsnamen ihrer jeweiligen Eigentümer sein. Verwendete Marken- und Produktnamen sind Handelsmarken, Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der entsprechenden Inhaber.
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Vorsicht beim Umgang mit Öl (Altöl und neues Öl) und altem Ölfilter

Beim Umgang mit dem Altöl und dem neuen Öl ist große Vorsicht geboten! Altöl und neues Öl sind Wasser gefährdende Stoffe und dürfen unter keinen Umständen in die Kanalisation oder in Gewässer gelangen und auch nicht in den Boden oder Untergrund sickern. Beim Ölwechsel muss das Altöl sorgfältig und vollständig aufgefangen werden. Nach dem Ölwechsel müssen das Altöl und der alte Ölfilter fachgerecht und ordnungsgemäß entsorgt werden.


Ölwechsel selber machen: Kauf von Öl, Ölfilter und neuer Ölablassschraube

Das für den Ölwechsel benötigte Öl eines Markenherstellers habe ich im Oktober 2009, in einem Baumarkt, zum Preis von 13,59 Euro (inkl. gesetzl. MwSt.) für 5 Liter, eingekauft. Es handelt sich um ein Leichtlauf-Motorenöl 10W-40. Aus meiner Sicht ist das Öl für unser Auto geeignet. Die Kaufquittung habe ich aufbewahrt, da sie bei der Rückgabe des Altöls vorgezeigt werden muss.

Den Ölfilter habe ich in einem Fachgeschäft für Kfz-Ersatzteile und Kfz-Zubehör zum Preis von 4,86 Euro (inkl. Gesetzl. MwSt.) eingekauft.

Die neue Ölablassschraube habe ich beim Opel Händler eingekauft.


Den Motor vor dem Ölwechsel warm fahren

Um den Motor warm zu fahren, bin ich ca. 10 km mit dem Auto gefahren.

Ölwechsel selber machen: Das Auto vorbereiten

Den Ölwechsel habe ich auf unserem Privatgrundstück auf einer gepflasterten ebenen Fläche durchgeführt.

Das Auto habe ich für den Ölwechsel gegen Wegrollen gesichert. Dazu habe ich den ersten Gang eingelegt, die Handbremse angezogen und vor und hinter jedem Hinterrad jeweils einen Holzbalken gelegt.

Dann habe ich das Auto vorne mit zwei Wagenhebern soweit leicht angehoben, dass die Ölablassschraube für mich von unten gut erreichbar war. Nach dem Anheben habe ich das Auto mit Unterstellböcken zusätzlich gegen herunterfallen gesichert.

Ölwechsel selber machen: Das alte Öl ablassen

Im Rahmen vom Ölwechsel habe ich das alte Öl (Altöl) in einen entsprechend großen Ölauffangbehälter abgelassen. Dazu habe ich zunächst ein großes Stück Pappe unter dem Auto platziert. Auf die Pappe habe ich den Ölauffangbehälter entsprechend positioniert.

Dann habe ich die Ölablassschraube, mit einer 45er Torx Stecknuss, die an einer Knarre montiert war, zunächst gelockert und dann vorsichtig rausgeschraubt. Dabei habe ich Handschuhe getragen. Ich habe darauf geachtet, dass ich mich nicht am heißen Öl verbrannte und dass alles Öl in den Ölauffangbehälter lief.

Nachdem kein Öl mehr aus der Ölablassöffnung herauskam, habe ich eine neue Ölablassschraube in die Ölablassöffnung hineingedreht. Die Ölablassschraube ist mit einem Gummiring als Dichtung versehen. Die Ölablassschraube habe ich zunächst mit der Hand angesetzt, und soweit wie möglich mit der Hand hineingedreht. Dann habe ich die Ölablassschraube unter Anwendung eines geeigneten Drehmomentschlüssels, auf dem eine 45er Torx Stecknuss aufgesteckt war, mit einem geeigneten Drehmoment angezogen. 

Ölwechsel selber machen: Das Auto wieder ablassen

Die Unterstellböcke habe ich entfernt und das Auto habe ich wieder vollständig auf den Boden abgelassen. Beide Wagenheber habe ich zur Seite gestellt.

Ölwechsel selber machen: Den alten Ölfilter ausbauen

Den alten Ölfilter habe ich vom Motorraum aus ausgebaut. Dazu habe ich einen Ölfilterschlüssel verwendet. Um besser an den Ölfilter heranzukommen, habe ich das Kabel, welches zur Lambdasonde führt, an einer Halterung gelöst und zur Seite gedrückt.

Den Ölauffangbehälter habe ich so unter dem Auto positioniert, dass aus dem Ölfilter auslaufendes Öl sicher in den Ölauffangbehälter einlaufen konnte. Den alten Ölfilter habe ich mit einem Ölfilterschlüssel gelöst und dann mit der Hand vollständig rausgedreht. Dabei habe ich Arbeitshandschuhe getragen. Das, sich im Ölfilter befindliche Öl, habe ich in den Ölauffangbehälter gekippt.

Achtung; Da der Motor heiß war, musste ich sehr vorsichtig sein. Man konnte sich leicht verbrennen!

Ölwechsel selber machen: Den neuen Ölfilter einbauen

Den Dichtring des neuen Ölfilters habe ich leicht mit etwas Altöl eingeölt. Den neuen Ölfilter habe ich in den Motorblock eingedreht und mit der Hand (ohne Verwendung von Werkzeug) dicht angezogen.

Den Ölauffangbehälter habe ich jetzt vorsichtig unter dem Auto entfernt und erst einmal an die Seite gestellt.

Ölwechsel selber machen: Das neue Öl einfüllen

Das neue Öl habe ich, unter Verwendung eines entsprechenden Trichters, in den Motor eingefüllt. Dazu habe ich den Deckel der Öleinfüllöffnung aufgeschraubt und abgenommen.

Auch hier habe ich darauf geachtet, dass kein Öl vorbeilief.

Zunächst habe ich soviel neues Öl eingefüllt, wie ohne Auswechseln des Ölfilters notwendig gewesen wäre. Den Ölstand habe ich dabei mehrmals am Ölpeilstab kontrolliert. Dann habe ich den Deckel auf die Öleinfüllöffnung geschraubt und den Motor einen Augenblick laufen lassen. Dabei habe ich darauf geachtet, dass die Ölkontrollleuchte nach kurzer Zeit erlosch. Den Motor habe ich wieder ausgestellt. Nach ein paar Minuten habe ich den Ölstand, durch Anwendung des Ölmessstabes, kontrolliert.

Ich habe den Deckel der Öleinfüllöffnung wieder aufgeschraubt und abgenommen. Ich habe soviel Öl nachgefüllt, bis der Ölstand am Ölpeilstab etwas unterhalb der Markierung für max. abzulesen war. Insgesamt habe ich ca. 3,3 bis 3,5 Liter Öl in den Motor eingefüllt.

Dann habe ich den Deckel der Öleinfüllöffnung wieder aufgeschraubt. Die Motorhaube habe ich geschlossen.

Ölwechsel selber machen: Das alte Öl (Altöl) und den alten Ölfilter entsorgen

Das Altöl habe ich aus dem Ölauffangbehälter in einen Behälter umgefüllt, den ich mit dem neuen Öl gekauft hatte. Beim Umfüllen habe ich einen entsprechenden Trichter verwendet. Ich habe auch hierbei darauf geachtet, dass kein Öl vorbeilief. Das alte Öl werde ich dorthin zurückgegeben wo ich das neue Öl gekauft hatte.

Den alten Ölfilter werde ich in einer Schadstoffsammelstelle in der Nähe unseres Wohnortes abgeben.

Ölwechsel selber machen: Probefahrt durchführen und Dichtigkeit prüfen

Nach dem Ölwechsel habe ich eine Probefahrt durchgeführt. Nach der Probefahrt habe ich die Dichtigkeit der Ölablassschraube und des Ölfilters überprüft. Alles war einwandfrei dicht.
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