Carport Planung

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Carport Planung

Samstag, 30. November 2013

Im August und September 2013 baute ich auf unserem Grundstück einen Carport. Die individuelle Planung vom Carport habe ich selber gemacht und ich habe den Carport selber gebaut. Es handelt sich um einen Doppelcarport aus Holz mit einem Pultdach. In diesem Artikel geht es um meine Planung für den Carport.

Ich Rahmen der Planung machte ich mir unter anderem Gedanken über den von mir gedachten Zweck des Carports, über den geplanten Standort, über die Anforderungen die ich an den Carport stellte, über eine Statik und über eine Baugenehmigung.

Als eine Grundlage für meine Planung nutzte ich eine Typen-Statik für einen Anlehn-Carport die ich bei einem Auktionshaus gekauft habe. Ich erstellte eine Stückliste für den Carport. Diese Stückliste habe ich während des Carport Bauens ständig aktualisiert

Achtung: Dies ist keine Anleitung zum Carport planen oder bauen! Ich beschreibe hier lediglich, wie ich bei der Planung von einem individuellen Carport auf unserem Grundstück vorgegangen bin. Diese Beschreibung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und keine Allgemeingültigkeit. Diese Beschreibung ist keine Empfehlung und keine Anleitung zur Planung von einem Carport. Wenn man selbst einen Carport planen und bauen möchte, dann sollte man über die entsprechenden Fachkenntnisse und das handwerkliche Geschick verfügen oder die Arbeit von einem Fachmann durchführen lassen. Die örtlichen Bauvorschriften müssen eingehalten werden. Es ist zu klären, ob eine Baugenehmigung für den Carport erforderlich ist. Für den Carport sollte eine Statik erstellt werden. Der Bau des Carport sollte auf Basis der Statik erfolgen.
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Zweck des Carports

Der Carport soll dazu dienen einen überdachten Stellplatz für unsere beiden Autos bereitzustellen. Er soll die Autos vor direkter Sonneneinstrahlung und Niederschlag (Regen, Schnee und Hagel) schützen. Der Carport soll verhindern, dass bei Frost die Scheiben des Autos vereisen. Meine Planung sieht vor, dass ich Reparaturen und Wartungsarbeiten am Auto in Zukunft unter dem Dach des Carports ausführen kann. Weiterhin beinhaltet die Planung, dass der Carport die Möglichkeit bietet weitere Photovoltaikzellen zu tragen. Wegen den geplanten Solarzellen soll das Carport-Dach als Pultdach ausgelegt werden.


Planung von Lage und Standort des Carports

Die Planung sieht vor, dass der Carport vorne an der Straße links neben unserem Haus gebaut wird. Er soll bis an das Haus heranreichen. Der geplante Standort hat den Vorteil, dass es dort bereits 2 Stellplätze für unsere Autos gibt. Diese Stellplätze sind gepflastert.

Es soll möglich sein durch den Carport hindurch nach hinten in den Garten zu fahren.

Die Fläche für die Stellplätze ist nicht rechteckig, sondern trapezförmig. Das Grundstück ist vorne an der Straße breiter als hinten zum Garten hin. Der Carport hat an diesem Standort an der Wetterseite (Norden) die Hausmauer als Abschirmung.


Anforderungen, Baubeschreibung

Der Carport soll sehr stabil und standsicher sein. Die Schneelast auf dem Dach im Winter muss genauso berücksichtig werden, wie starker Wind bei Sturm oder Orkan. Der Carport soll auf Basis einer Statik ausgelegt werden. Er soll ein solides und standfestes Fundament bekommen. Das Holz muss gegen die Witterungsverhältnisse gut geschützt werden.

In der nachfolgenden Tabelle habe ich für meine Planung einige Anforderungen an den Carport aufgeführt.

Carport Planung: Anforderungen an den Carport

Größe An der Einfahrt ca. 6 m breit. Auf der der Einfahrt gegenüberliegenden Seite ca. 5,3 m breit. Die Tiefe beträgt ca. 5,7 m. 
Pfostenstärke 12 x 12 cm
Holzart KVH (Konstruktionsvollholz) Fichte
Farbe Das Holz wird in Pinie/Lärche gestrichen. Die Trapezbleche sind an der Oberfläche in Anthrazit.
Wandanschluss Kein Extra Wandanschluss notwendig,  da die Seite zum Haus unter den vorhandenen Dachüberstand geführt wird.
Dachart Pultdach auch wegen den geplanten Solarzellen auf dem Dach.
Dacheindeckung Trapezblech befestigt auf Dachlatten mit Kalotten und Edelstahlschrauben.
Regenrinne Die Entwässerung erfolgt durch eine an der Traufseite vorgehängte PVC-Regenrinne mit einem Fallrohr bis in die Erde.
Dachneigung Ca. 9 bis 10 Grad. Mehr Dachneigung war leider nicht möglich, da die rechte Seite vom Pultdach unter den Dachüberstand des Hauses geführt werden soll.
Geräteraum Ohne Geräteraum
Sichtschutz Zunächst keinen Sichtschutz. Der Abstand der Pfosten soll so gewählt werden, dass ein Standard Sichtschutz leicht anzubringen ist.
Anstrich Das KVH-Holz erhält einen Voranstrich und einen Dauerschutz.
Durchfahrtshöhe 2,00 am tiefsten Punkt des Carports.
Dachblende, Giebelverkleidung Keine
Konstruktionszubehör H-Pfostenträger
Stauraum Kein Stauraum
Statik Der Carport soll auf Basis einer Statik gebaut werden.
Blende Keine Blende

Zeichnungen für den Carport

Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößernIch habe im Rahmen der Planung diverse Zeichnungen als Handzeichnung angefertigt, Dazu gehören: Ein Lageplan, einen Pfostenplan, einen Plan der Ständer und Auflagebalken auf der Seite zum Nachbarn, einen Plan der Ständer und Auflagebalken am Haus, Detailplan von Einzelfundament mit H-Anker an der Hausseite, Detailplan von Einzelfundament und H-Anker an der Seite zum Nachbarn, eine Frontansicht.

Statik für den Carport

Meine Planung sieht vor, dass der Bau vom Carport auf Basis einer Statik erfolgen soll. Eine Typenstatik für einen Anbaucarport, der im Wesentlichen meinem geplanten Carport entsprach, habe ich bei einem Auktionshaus für 49,- Euro per Sofortkauf gekauft. Es handelt sich um eine Typenstatik für einen Anbaucarport.

Aus der Statik konnte ich wichtige Details für die Planung und den Bau des Carports entnehmen: Die notwendigen Abmessungen der Fundamente und den für die Fundamente zu verwendenden Beton. Informationen zur Verankerung der Stützen im Fundament mit H-Pfostenträger. Das zu verwendende Holz. Die Art der Verankerung der Pfetten (Auflagebalken) mit den Stützen (Standbeinen). Die Art der Verankerung von Wandrähm mit dem Mauerwerk. Informationen zur horizontalen Aussteifung über Kopfbänder. Die Befestigung der Sparren (Dachsparren) mit den Pfetten.

Hinweis: Ich denke es ist am besten, die Carport Statik von einem Fachmann berechnen zu lassen. 

Baugenehmigung für den Carport

Bevor ich mit dem selbst bauen des Carports begonnen habe, habe ich mich über die rechtlichen Gegebenheiten am geplanten Standort informiert. Die Vorschriften können je nach geplantem Standort unterschiedlich sein. Hier geht es z.B. um Grenzbebauung und Abstandsflächen.

Ich besorgte mir die für meinen Wohnort gültige aktuelle Landesbauordnung und las sie sorgfältig durch. Weiterhin fragte ich beim für mich zuständigen Bauamt an. Auch mit meinen Nachbarn sprach ich über mein Vorhaben zum Bau eines Carports. Im Ergebnis stellte sich für den von mir geplanten Carport heraus, dass ich bei Einhaltung bestimmter Richtlinien und Bestimmungen für meinen Carport keine Baugenehmigung benötige.

Stückliste für Carport 

Im Rahmen der Planung erstellte ich eine Stückliste für den Carport. Diese Stückliste habe ich während des Carport Bauens laufend aktualisiert.

Informationen für die Erstellung der Stückliste beschaffte ich mir über eine bei einem Auktionshaus ersteigerte Bauanleitung für einen Anbaucarport, eine bei einem Auktionshaus gekauften Typenstatik für einen Anbaucarport. Weitere Grundlage für die Erstellung der Stückliste waren meine Messungen am geplanten Aufbauort und diverse Zeichnungen die ich für den Carport erstellt habe. Weitere Informationen habe ich durch Gespräche mit diversen Menschen in Holzfachmärkten und bei Baustofffirmen erworben.
Haus-Carport-selber-bauen
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