Roller lief nicht weil Unterdruckschlauch zum Unterdruckbenzinhahn defekt

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Roller lief nicht weil Unterdruckschlauch zum Unterdruckbenzinhahn defekt

Donnerstag, 19. April 2012

Ein Familienmitglied nutzt einen Motorroller, einen PIAGGIO TPH 50, den ich im Dezember 2008 als zum Mofaroller umgebauten Roller kaufte.

Die letzte Wartung des Rollers erfolgte im Januar 2011 im Rahmen der Umrüstung des Rollers von Mofa auf 45 km/h bei einem Kilometerstand von 5.492.

Das Familienmitglied berichtete Ende März 2012, dass der Roller plötzlich während der Fahrt ausging und anschließend nicht wieder an sprang. Der Roller ließ sich weder mit dem Anlasser, noch mit dem Kickstarter starten. In den Tagen davor soll er auch schon schlechter angesprungen sein.

Am 03.04.2012 führte ich eine Fehlersuche an dem Roller aus. Zum Zeitpunkt meiner Fehlersuche zeigte der Tacho einen Kilometerstand von 6.715 an.

Als Fehlerursache erwies sich ein defekter Unterdruckschlauch vom Vergaser zu dem mit Unterdruck gesteuerten Benzinhahn (Unterdruckbenzinhahn). Nachdem ich den Fehler gefunden hatte reparierte ich den Roller, indem ich den Unterdruckschlauch gegen einen neuen Schlauch austauschte.

Achtung: Ich beschreibe in diesem Artikel, wie ich bei der Fehlersuche und der anschließenden Reparatur an unserem Motorroller vorgegangen bin. Meine Beschreibung ist keine Anleitung zur Fehlersuche oder zur Reparatur an einem Roller. Meine Beschreibung kann Fehler enthalten und sie kann auch Gefahren übersehen! Meine Beschreibung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Meine Beschreibung hat keine Allgemeingültigkeit; sie muss nicht auf andere Fälle übertragbar sein! Meine Beschreibung ist keine Beratung und keine Empfehlung. Da bei der Fehlersuche und bei der Reparatur an einem Roller auch Sicherheitsteile betroffen sind, müssen alle Arbeiten mit äußerster Sorgfalt und unter Einhaltung der entsprechenden Vorschriften durchgeführt werden. Für die Durchführung der Tätigkeiten sind unbedingt umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen und eine entsprechende Ausbildung erforderlich.

Achtung: Beim allen Arbeiten am Roller stellte ich sicher, dass keine Schadstoffe wie Benzin oder Öl einfach so in die Umwelt gelangten. Auslaufendes Benzin fing ich in einem geeigneten Gefäß auf. Ölverschmutzte Lappen legte ich erst einmal an einem geeigneten Ort ab. Diese Sachen kann ich dann später bei einer Schadstoffsammelstelle abgeben.

Rechtlicher Hinweis: In diesem Artikel erwähnte Marken, Produkt- und Firmennamen können Marken oder Handelsnamen ihrer jeweiligen Eigentümer sein. Verwendete Marken- und Produktnamen sind Handelsmarken, Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der entsprechenden Inhaber. 

Arbeiten im Rahmen meiner Fehlersuche

Achtung: Vor meinen Arbeiten am Roller las ich mir einige, aus meiner Sicht relevanten Abschnitte im Betriebshandbuch des Rollers durch.

Ich begann damit, dass ich einige Arbeiten am Roller durchführte, die im Rahmen einer Wartung angestanden hätten. Ich hatte die Hoffnung, dass der Roller nach diesen Arbeiten wieder einwandfrei laufen würde. Die Arbeiten führte ich so aus, wie sie im Betriebshandbuch beschrieben waren.

Ich kontrollierte die Zündkerze. Da sie stark verrußt war, ersetzte ich sie durch eine neue.
Ich kontrollierte und reinigte den Luftfilter.

Auch wenn die folgenden Arbeiten eher nichts damit zu tun haben, dass der Motor anspringt oder nicht anspringt führte ich sie durch: Ich kontrollierte und korrigierte den Reifenluftdruck, ich prüfte den Ölstand im Hinterradgetriebe, ich kontrollierte den Zustand der Bremsbelege am Vorderrad, ich kontrollierte den Bremsflüssigkeitsstand.

 

Der Motor des Rollers ließ sich starten und ich unternahm eine Probefahrt 

Nach den gerade genannten Arbeiten startete ich den Roller; er sprang sofort an. Ich dachte schon, dass es vielleicht nur an der verrußten Zündkerze gelegen haben könnte, dass der Roller nicht mehr ansprang.

Dann unternahm ich eine Probefahrt mit dem Roller. Zunächst lief er einwandfrei. Er zog gut durch und erreichte seine Höchstgeschwindigkeit. Nach einer Fahrtstrecke von ca. 2,5 km ging der Motor aus. Der Motor ließ sich nicht wieder starten. Ich schob den Roller nach Hause.


Die weitere Fehlersuche ergab einen defekten Unterdruckschlauch

Ich stellte fest, dass der Unterdruckschlauch in der Nähe des Vergasers defekt war. Es sah so aus, als ob der Unterdruckschlauch von einem Tier angeknabbert worden war.Zu Hause angekommen war der Motor bereits wieder abgekühlt. Ich führte eine weitere Fehlersuche aus. Da der Roller zunächst einwandfrei lief und dann plötzlich ausging vermutete ich, dass die Benzinzufuhr unterbrochen war.

Ein Blick in den Benzintank zeigte mir, das ausreichend Benzin vorhanden war.

Bei dem Roller erfolgt die Benzinzufuhr zum Vergaser über einen Benzinhahn, der automatisch über Unterdruck (einen Unterdruckschlauch) gesteuert wird. Sowohl die Benzinleitung als auch der Unterdruckschlauch führen vom Benzinhahn zum Vergaser.

Um besser an den Vergaser heranzukommen baute ich die Verkleidungsteile ab, die den Zugang zum Vergaser behinderten. In der zum Vergaser führenden Benzinleitung schien kein Benzin zu sein. Ich zog die Benzinleitung vom Vergaser ab und hielt die Benzinleitung in einen geeigneten Behälter. Es lief kein Benzin aus der Benzinleitung heraus.

Zur Kontrolle des Benzinhahns zog ich den Unterdruckschlauch vom Benzinhahn ab. Dann schob ich ein passendes Stück Schlauch auf den Unterdruckanschluss am Benzinhahn auf. Ich überlegte, wie ich am besten einen Unterdruck erzeugen konnte. Mit dem Mund wollte ich nicht an dem Unterdruckschlauch saugen. Mir fiel ein, dass ich eine Ohrenspritze im Schrank liegen hatte. Ich holte mir die Ohrenspritze. Ich drückte die Ohrenspritze zusammen und steckte die Ohrenspritze in das am Unterdruckanschluss des Benzinhahns angebrachte Stück Schlauch. Ich löste den Druck auf die Ohrenspritze und erzeugte damit einen Unterdruck.

In diesem Moment floss Benzin aus der Benzinleitung aus. Ich zog die Ohrenspritze sofort vom Schlauch ab. Das Benzin hörte sofort auf zu fließen.

Jetzt war für mich klar, dass der Unterdruckbenzinhahn in Ordnung war. Ich schob die Benzinleitung wieder auf den entsprechenden Anschluss am Vergaser auf und sicherte sie entsprechend gegen abrutschen.

Ich schaute mir den Unterdruckschlauch vom Vergaser zum Unterdruckbenzinhahn genau an. Ich stellte fest, dass der Unterdruckschlauch in der Nähe des Vergasers defekt war. Es sah so aus, als ob der Unterdruckschlauch von einem Tier angeknabbert worden war.

Fehlerbeseitigung durch Austausch vom Unterdruckschlauch vom Vergaser zum Benzinhahn

Der am Roller verbaute Unterdruckschlauch war aus transparentem Kunststoff. So einen Unterdruckschlauch konnte ich kurzfristig nicht beschaffen. In einem Kfz-Zubehör Geschäft kaufte ich einen Benzinschlauch, der in etwa den gleichen Innendurchmesser hatte. Der Außendurchmesser war etwas größer. Ich kaufte weiterhin einige geeignete Schlauchschellen.

Diesen Benzinschlauch baute ich anstelle des defekten Unterdruckschlauchs ein.
Ich baute den kompletten Unterdruckschlauch aus. Dieser bestand aus einem Zwischenstück an dessen beiden Seiten ein transparenter Kunststoffschlauch angebaut war.
Ich löste die entsprechende Schelle und zog das defekte Stück Unterdruckschlauch vom Zwischenstück ab.
Ich drückte den neuen Schlauch auf das Zwischenstück auf. Ich montierte eine Schlauchschelle. Ich baute den kompletten Unterdruckschlauch wieder ein. Legte ihn aber nicht in das Gehäuse in dem auch der Benzinschlauch lief. Führte ihn außen vorbei. Sicherte ihn mit Kabelbinder. Ich schob den Unterdruckschlauch auf den Anschluss am Vergaser auf und sicherte ihn mit einer Schlauchschelle gegen abrutschen.

Die zuvor abgebauten Verkleidungsteile baute ich wieder an.

Motor starten und Probefahrt durchführen

Nachdem ich alles wieder zusammengebaut hatte versuchte ich den Roller zu starten.
Der Roller sprang sofort an. Ich führte eine erneute Probefahrt durch. Die Probefahrt verlief jetzt erfolgreich. Ich fuhr ca. 10 km.
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Der defekte Unterdruckschlauch, der vom Vergaser zum Unterdruckbenzinhahn führt



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